Lehmann´s Tagebuch
Oktober 2025

Am 1. Oktober startete der Tag mit viel Aktion, es war unruhig zu Hause, Chef und Chefin waren beide sehr fleißig, räumten viele Sachen hin und her und irgendwann gings ins Auto und auf große Fahrt – so hoffte ich. Nach kurzer Zeit aber waren wir wohl am Ziel. Da waren mehrere große Häuser und als erstes wurde ich untersucht, eine mir völlig fremde Tierärztin schaute mich an und war wohl mit dem Ergebnis zufrieden, denn ich durfte dann zur zweiten Station: ein großes Haus mit vielen Spielplätzen draußen. In einen durfte ich rein und schnüffeln. Und dann … war ich allein… Chef und Chefin waren weg. Ok, es ist bekannt, dass ich jetzt ein Allergiker bin, aber dafür gleich abschieben? Das hätte ich von meinen Menschen nicht erwartet. Da waren zwar auch andere Zweibeiner, aber das waren nicht meine. Ich war verunsichert und auch ziemlich sauer. Erst viele Tage später (Chefin: es waren 5!)  schnuffelte ich plötzlich vertraute Gerüche und dann sah ich meine beiden liebsten Menschen auf mich zukommen: Boah, mein Herz hüpfte vor lauter Freude auf und ab und ich hüpfte im Kreis… nach einer stürmischen Begrüßung gingen wir zusammen zum Auto und fuhren wieder nach Hause.. 😊

[hier spricht der Chef]
Das war der erste Besuch von Hr. Lehmann im Hundehotel. Da wir im kommenden Jahr des Öfteren über mehrere Tage unterwegs sein werden und wir leider Hr. Lehmann dabei nicht mitnehmen können, haben wir ihm ein sehr schönes Wellnesshotel gesucht. Dies war sein erster Aufenthalt. Im kommenden Jahr wird es noch mehrere geben. Wir haben schon viele Tage für Ihn gebucht.

Am 19.Oktober haben wir einen tollen Ausflug gemacht, wir trafen uns mit ganz vielen Bernern an einem Wald und machten einen großen Spaziergang. Schon nach wenigen Metern durfte ich, wie alle anderen, frei laufen, wow.. super.. ungehindertes Schnüffeln und rennen und toben. Chefin war mir anfangs dicht auf den Fersen aber Chef pfiff sie zurück, sie solle keine Angst um mich haben und mir Freiraum lassen… wie süß..  es war super mit der Meute… die waren alle nett und ich hab mir einiges abgeguckt. Eine Bernerin kletterte auf die höchsten Holzstapel und bei nächster Gelegenheit hab ich ihr das nachgemacht. Chefin war total überrascht, als sie mich ganz hoch oben entdeckte.. und ich dann sportlich elegant den Absprung schaffte.

Manchmal wurden alle zurückgerufen und kurz angeleint, weil andere Menschen mit oder ohne Vierbeiner entgegenkamen, das klappte gut und ich hab das auch geduldig mitgemacht – denn wir durften ja schon nach wenigen Metern wieder frei laufen. Es gab eine Menge zu entdecken und wunderbare Pfützen, an einer Stelle fast so groß wie ein See, der ganze Weg war nur noch Matschepatsche… super!! Zum Schluss wurde ein Foto gemacht, und dann gings nach Hause. Dort war dann noch eine große Säuberungsaktion angesagt. Puhh, mit Wassereimer und Schwamm wurde ich gewaschen und zuletzt noch trockengefönt.

Was gab es noch im Oktober? Chef ist mit mir einmal eine super große Runde gelaufen, das hat Spaß gemacht.

Chefin kümmert sich ja fleißig um mein Wohlergehen und putzt mir jeden Abend die Zähne. Das ist inzwischen auch ganz ok.. ich kuschel mich dann bei ihr auf dem Sofa ein und lasse sie dann in meinem Maul rumwurschteln.. sie ist glücklich und ich hab meinen Lieblingsplatz erobert..

Ach und ich hab die beiden jetzt endgültig ausgetrickst: irgendwann gelang es mir, den letzten verbotenen Raum im Haus zu betreten: das Schlafzimmer. Erst hab ich nur mit den Vorderpfoten drin gelegen, irgendwann dann ganz gemütlich auf dem Teppich Position eingenommen und nun, vor einigen Tagen, während der Mittagsruhe, bin ich ins Bett gehopst und hab die Besucherritze für mich erobert.

Toll!!! Aber nach ein paar Minuten war der Spaß vorbei und ich wurde rausgeschubst, hey… mit roher Gewalt..

Seit ein paar Tagen hab ich nun beim Spazierengehen ein Halstuch um – das soll schick sein.. und mein Name steht drauf. Warum das denn? – ich weiß doch wie ich heiße. Komische Mode, aber beim Bernerspaziergang hatten das auch einige und Chefin war davon begeistert. Ich gebe ja zu, wir Berner sehen alle irgendwie gleich aus. Und mit so einem Tuch kann mich Chefin auch von weitem erkennen. Trage ich doch gerne für meine Menschen, aber schicker kann es mich nicht machen. Chefin sagt doch immer, dass ich der schönste Berner der ganzen Welt bin…und wenn sie Recht hat, dann bin ich der letzte, der ihr widerspricht.

Das war es schon mit dem „goldenen Oktober“…ich freue mich schon auf den November und den nächsten großen Berner-Spaziergang…macht total Spaß…